Kuriose Monaco-Momente: Ein Formel-1-Auto im Hafenbecken und weitere irre Ausfälle

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kuriose Monaco-Momente
imago images / HochZwei

Der Mythos Monte Carlo lebt weiter, auch wenn wir in diesem Jahr leider auf den Großen Preis von Monaco verzichten müssen. Das hat es seit 1954 nicht mehr gegeben. Wir blicken auf die Entstehungsgeschichte zurück und präsentieren drei kuriose Monaco-Momente.

In den 20er-Jahren kam der damalige Generalkommissar des Automobilclubs von Monaco, Anthony Noghès, auf die Idee, ein Autorennen in den engen Straßen des monegassischen Fürstentums zu veranstalten. Am 14. April 1929 war es dann soweit: Unter den begeisterten Augen des Fürstenhauses und vieler Gäste fand das erste Rennen statt. Es sollte jedoch bis 1950 dauern, bis der Monaco-GP als fester Bestandteil in den Formel-1-Kalender aufgenommen wurde.

Die engen Straßen und Kurven der Stadtbezirke Monte Carlo und La Condamine stellen an das fahrerische Können der jeweiligen Piloten seit jeher ganz besondere Anforderungen. Der Stadtkurs lässt lediglich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 150 km/h zu, was aber speziell bei schlechten Witterungsverhältnissen immer wieder für kuriose Szenen sorgt.

Hier sind drei kuriose Monaco-Momente, die Formel-1-Fans nie vergessen werden!

Hafenbecken statt Ziellinie (1955)

Sprechende Autos kennen wir seit Anfang der 70er aus dem Kino, als der Wunder-Käfer Dudu die große Leinwand eroberte. Ein schwimmendes Auto schrieb bereits 1955 Geschichte – in Form des wohl spektakulärsten Unfalls in der Geschichte des Monaco-GP. Alberto Ascari schien als sicherer Sieger festzustehen, nachdem sowohl Juan Manuel Fangio als auch Stirling Moss ausgeschieden waren. Doch dann flog der Italiener in der Hafenschikane ab und stürzte ins Meer. Er blieb beinahe unverletzt, konnte an Land schwimmen und wurde von Matrosen des griechischen Reeders und Milliardärs Aristoteles Onassis aus dem Wasser gezogen. Eine irre Geschichte, die wir sonst nur aus Drehbüchern kennen.

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Wo ist die Sonne? (1982)

Spannend ist es in Monaco immer. 1982 sollte Regen in dem ansonsten so sonnigen Fürstentum für reihenweise Ausfälle sorgen. René Arnoux fiel bereits als Polesetter vor den ersten Regentropfen aus. Kurz vor Rennende konnte Alan Prost sein Fahrzeug nicht mehr halten und schlug in Führung liegend in die Streckenbegrenzung ein. Nutznießer wurde fürs Erste Ricardo Patrese, er erbte die Spitze, drehte sich aber auf nasser Straße und würgte zu seinem eigenen Entsetzen den Motor ab. Die Zeit für Didier Pironi! Jetzt war er es, der das Rennen anführen sollte. Doch auch bei ihm währte die Freude nicht lange: Ihm ging das Benzin aus! Als wäre das Konto von „Dumm gelaufen“ nicht bereits überstrapaziert, gab das lädierte Auto des mittlerweile führenden Derek Daly seinen Geist auf. Zeit genug also für Patrese, seinen abgewürgten Brabham-Ford wieder zu starten und seinen ersten Sieg zu feiern.

„Formel 1 fahren in Monaco ist wie Hubschrauber fliegen im Wohnzimmer.“

Der dreimalige brasilianische Formel-1-Weltmeister Nelson Piquet

Nur drei kamen durch – ein Minus-Rekord (1996)

23 Piloten standen beim GP 1996 mit ihren Boliden auf der Meldeliste. Die widrigen Wetterverhältnisse im Fürstentum sorgten dafür, dass nach einem von diversen Aus- und Unfällen geprägten Rennen gerade einmal drei (!) Fahrzeuge ins Ziel kamen. Bis heute ein einsamer Minus-Rekord in der Formel-1-Historie! Immerhin konnte Olivier Panis bei diesem verrückten Rennen seinen ersten und einzigen Sieg seiner F1-Karriere feiern. David Coulthard wurde Zweiter. Kuriose Randnotiz: Er musste sich den Helm des ausgeschiedenen Michael Schumachers leihen.

Ein weiterer kurioser Formel-1-Moment: Als Kimi Räikkönen durch die Wüste von Bahrain marschierte!

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