Kühltürme & Kunstschnee: Olympia in Peking ist wie „Weihnachten bei Hoppenstedts“

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Kühltürme Olympia
IMAGO / Xinhua

„Früher war mehr Lametta“ schimpft Loriot alias Opa Hoppenstedt seit 1976 in dem berühmten Sketch Weihnachten bei Hoppenstedts. Früher gab es allerdings auch Olympia mit (echtem) Schnee. Tatsächlich gibt es zwischen dem Loriot-Klassiker von einst und den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking erstaunliche Parallelen – und zwar mit Blick auf die Absurdität. Der Unterschied: das eine ist Satire, das andere bittere Realität.

In Weihnachten bei Hoppenstedts schenkt der Opa seinem Enkelkind Dicki den Modellbaukasten „Wir bauen uns ein Atomkraftwerk“. Spiel und Spaß für die ganze Familie. Ein Atomkraftwerk zum Selberbauen, das bei dem kleinsten Fehler „puff“ machen kann. Absurder geht es doch nicht, oder? Seit Olympia in Peking wissen wir: Es gibt nichts, was es nicht gibt.

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Den Athletinnen und Athleten wurde nach ihrer Ankunft in China zwar kein Atomkraftwerk geschenkt, doch das Bild, das sich ihnen bei den Ski-Freestyle- und Snowboard-Wettbewerben bietet, ist ähnlich grotesk. Auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks wurde die Schanze für die Olympioniken errichtet. Das Panorama: gespickt von Kühltürmen statt Schneelandschaften. Mehr Idylle geht nicht.

„Puff“ machen wird es zum Glück nicht, aber die bereits im Vorfeld nie vorhandene Olympia-Stimmung mit Blick auf einen Austragungsort, in dem die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, ist bei diesem absurden Anblick endgültig verpufft. Dabei sein ist alles! NICHT!

Oder um es mit Dicki Hoppenstedt zu sagen: Zicke Zacke Hühnerkacke!

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