5 Fun-Facts zum 1. FC Köln: „Kölle Alaaf“ und „Mach et, Otze!“

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Köln-Fakten
imago images / Eduard Bopp

„Mach et, Otze!“ und das legendäre Spiel von Rotterdam. In der etwas anderen Serie Fun-Facts präsentiert SPORTFAILS lustige Anekdoten über die Klubs der Bundesliga – heute mit dem 1. FC Köln. Hier sind 5 kuriose Köln-Fakten!

1. Mach et, Otze!“

Dieses Interview ist wohl der Fail der Kölner Pokalgeschichte. Im DFB-Pokal-Halbfinale 1991 treffen die Geißböcke auf den MSV Duisburg. Die Partie endet 0:0, anders als in der heutigen Zeit muss ein Rückspiel die Entscheidung herbeiführen. Der glänzend aufgelegte FC-Angreifer Frank Ordenewitz erzielt das 2:0 und die Vorentscheidung, holt sich dann aber die zweite Gelbe Karte im Pokal ab. Damit würde eine Sperre für das Pokalfinale fällig, also ermutigte Kult-Trainer Erich Rutemöller seinen Spieler mit den Worten „Mach et, Otze!“, sich einen Platzverweis abzuholen, der in der Liga abgesessen werden kann. Ordenewitz schießt daraufhin in der Schlussminute den Ball weg und fliegt vom Feld, doch in der Euphorie über den Finaleinzug gibt Rutemöller im Platz-Interview vor laufenden Fernsehkameras die „Schummelei“ preis. Das Ergebnis: 5000 DM Strafe für Rutemöller, natürlich die Finalsperre für Ordenewitz und die Änderung der Sperren-Regel durch den DFB. Klassisches Eigentor! 

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2. Kölle Alaaf! 

Dass der Kölner Karneval die Domstadt jedes Jahr in seinen Bann zieht, ist allseits bekannt. Aber wusstet ihr auch, dass der FC tatsächlich eingetragener Karnevalsverein ist? Seit 2015 ist der FCK förderndes Mitglied im Festkomitee Kölner Karneval von 1823. Übrigens: Seit dem 72. Vereinsgeburtstag im Februar zählt der Bundesligist genau 111.111 Mitglieder

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3. Weber und das Wadenbein

Dieses Spiel ist das wohl berühmteste in der Vereinsgeschichte der Kölner. Im Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister trifft der 1. FC Köln 1965 als erster Deutscher Meister auf den FC Liverpool. Nach zwei torlosen Unentschieden muss ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden her. Wolfgang Weber ist Innenverteidiger bei den Rheinländern und für seine ruppige Spielart bekannt. In einem Zweikampf merkt Weber in der ersten Halbzeit einen stechenden Schmerz in der rechten Wade. Wechsel sind aber noch nicht erlaubt, also quält sich der Teamplayer bis zur Pause. Der Mannschaftsarzt führt in der Kabine einen Test auf Webers Spielfähigkeit durch und lässt den vor Schmerzen stöhnenden Spieler mehrfach von der Kabinenbank auf den Boden springen, bevor er ihn für spielbereit erklärt. Eine echte FAIL-Diagnose, denn Weber spielt zwar bis zum Ende weiter, wird nach dem Spiel aber nochmals untersucht. Die echte Diagnose: Wadenbeinbruch. 

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4. Der Münzwurf von Rotterdam

Diese Partie zwischen Köln und den Reds aus England bietet noch Stoff für eine weitere Geschichte: Nach den beiden Unentschieden in den regulären Viertelfinals ist das Interesse an der Entscheidungspartie riesig. 20.000 Kölner Fans strömen in Zügen und Autos nach Rotterdam, legen den Verkehr und den holländischen Zoll lahm, der den endlosen Pulk irgendwann einfach passieren lässt. Der englische Meister geht zwar schnell mit 2:0 in Führung, doch Köln gelingt in der zweiten Hälfte noch der Ausgleich. Die Verlängerung bleibt torlos und so ist nach inzwischen 300 gespielten Minuten noch immer kein Sieger gefunden. Da es noch kein Elfmeterschießen gibt, muss ein Münzwurf über Sieg und Niederlage entscheiden. Doch auch die Münze kann sich nicht entscheiden und bleibt beim ersten Versuch im Matsch stecken, ohne sich für eine Seite zu entscheiden. Erst der zweite Wurf bringt endlich die Entscheidung: Rot landet oben, Liverpool gewinnt und zieht ins Halbfinale des Wettbewerbs ein. Bitter für die Kölner, denen in den Folgewochen immerhin eine bis dahin nicht gekannte Sympathie zuteil wird. 

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5. Der 1. FC Phantasialand Köln?

Klingt komisch, wäre aber beinahe Realität geworden. Im Februar 1984 machte der Freizeitparkbetreiber „Phantasialand“ dem Klub ein lukratives Angebot. Viele Millionen sollten fließen, um neue Spieler an den Rhein zu locken. Der Effzeh begann, von der Rückkehr von Bernd Schuster zu träumen, der inzwischen beim FC Barcelona in Spanien spielte. Das Ganze scheiterte dann aber doch an der kleinen aber feinen Bedingung der Investoren: Der Vereinsname hätte in „1. FC Phantasialand Köln“ geändert werden müssen. 

Das waren die 5 kuriosen Köln-Fakten: Weitere Fun-Facts findest du hier!

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