Fußballgötter aufgepasst: So wurde Papst Johannes Paul II. Schalke-Mitglied

0
6837
Schalke-Mitglied
Unsplah/Jorge Zapata (Montage)

Am 2. April 2005 verstarb Papst Johannes Paul II., der bekanntlich Schalke-Mitglied war. So ungewöhnlich ist das nicht, wenn man bedenkt, dass das aktuelle Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, Papst Franziskus, Mitglid von 1860 München ist. Dennoch wollen wir an die Geschichte um Karol Wojtyła erinnern.

Viele hielten diese wahre Begebenheit zunächst für einen Fake. Warum sollte ein polnischer Papst Ehrenmitglied eines deutschen Bundesligisten sein? Um eines klarzustellen: Karol Wojtyła, der über 26 Jahre als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche fungierte, war natürlich nicht von Geburt an Fan des FC Schalke 04.

Wie aus der (ponti-)fixen Idee Realität wurde

Letztlich geht alles zurück auf den 2. Mai 1987: Damals stattete der Papst Deutschland einen fünftägigen Besuch ab. Rund 100.000 Menschen wohnten der Messe des Würdenträgers im Parkstadion, der damaligen Heimstätte des Revierklubs, bei. Der Besuch von Johannes Paul II. hatte Eindruck hinterlassen – auch bei den S04-Verantwortlichen, die den Pontifex wenige Tage nach dessen Abreise zum Ehrenmitglied erklären wollten. Da Johannes Paul II. seine Zusage gab, wurde aus der (ponti)-fixen Idee Realität, wie ein Blick ins Schalke-Museum beweist.

Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Es wäre übertrieben zu behaupten, dass der Papst daraufhin wie einst „Opa Pritschikowski vom schönen Emscherstrand“ in Schalker Kreisen als Maskottchen gut bekannt wurde. Doch so ganz riss der Kontakt zu den Blau-Weißen auch in den folgenden Jahren nicht ab. So ließ das Kirchenoberhaupt zur Einweihung der Schalke-Kapelle in der Veltins-Arena Jahre später seine Segenswünsche übermitteln.

Die sportliche Bilanz unter Schalke-Mitglied Johannes Paul II.

Einziger Wermutstropfen der Papst-Ära als Schalke-Mitglied: Ausgerechnet ein Jahr nach seinem Besuch im Parkstadion stieg das Team als Tabellenletzter aus der Bundesliga ab. In der Saison 1990/91 gelang den königsblauen Fußballgöttern um Ingo Anderbrügge und Günter Schlipper der Wiederaufstieg. Inwieweit göttlicher Beistand hierbei eine Rolle spielte, steht auf einem anderen Blatt …

Hier lesen: 15 Fußballern, die vor dem Tor göttlichen Beistand gebraucht hätten!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here