5 Fun-Facts zu Gladbach: Ein Pfostenbruch, ein Büchsenwurf und Günter Netzer

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kuriose Gladbach-Fakten
imago images / WEREK

Borussia Mönchengladbach kann auf eine bewegte Historie zurückblicken, die auch von dem einen oder anderen Fun-Fact geprägt war. SPORTFAILS präsentiert in seiner etwas anderen Serie über die Bundesliga-Klubs 5 kuriose Gladbach-Fakten mit einem Schuss Genialität.

1. Das Büchsenwurfspiel

Einen Fehlwurf kennt man vom Handball, diesen FAILwurf aus dem Jahr 1971 hingegen vom Fußball. In der 28. Spielminute des CL-Duells (damals noch Europapokal der Landesmeister) zwischen Borussia Mönchengladbach und Inter Mailand führten die „Fohlen“ bereits mit 2:1, ehe Inter-Stürmer Roberto Boninsegna von einer leeren Limonadendose getroffen wurde. Der Italiener fühlte sich offenbar so hart getroffen, dass er sich vom Platz tragen lassen musste. Immerhin war der vermeintlich schwer verletzte Italiener nach Zuschaueraussagen noch in der Lage, seinem Team grinsend zuzuzwinkern. Am Ende siegte der deutsche Vertreter deutlich mit 7:1. Die UEFA annullierte die Partie im Nachhinein und verhängte wegen des Büchsenwurfs neben einer Geldstrafe auch noch eine Platzsperre. Das Nachholspiel auf neutralem Boden endete 0:0, während Inter sein Heimspiel gewann. Das Aus für die „Fohlenelf“!

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2. „Ich spiel‘ dann jetzt“ – Günter Netzer wechselt sich ein

Ein Pokalfinale und ein „rheinisches“ Derby in einem! An diesem 23. Juni 1973 lieferten sich Gladbach und Köln einen packenden Fight, dem Günter Netzer eine ganz persönliche Note verlieh. Von Trainer Hennes Weisweiler auf die Bank verbannt, wechselte er sich später selbst ein. Der Zeitpunkt war goldrichtig. Während Christian Kulik – mit seinen Kräften sichtlich am Ende – behandelt werden musste, ergriff Netzer die Initiative und rief seinem verdutzten Trainer den mittlerweile berühmten Satz „Ich spiel‘ dann jetzt“ zu. Keine drei Minuten sollte es dauern, ehe sich der frisch Eingewechselte das Leder schnappte und dieses mit all seiner aufgestauten Wut im Bauch zum 2:1-Sieg in die Kölner Maschen dreschte. Der zweite DFB-Pokalsieg der Gladbacher war perfekt.

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3. Der Pfostenbruch am Bökelberg

Den „Torfall von Madrid“ mit der Glanz-Vorstellung von Marcel Reif und Günther Jauch ging in die Geschichte ein. Es war jedoch nicht das erste Mal, dass das „Eckige“ den Kräften der Fußballer nicht standhielt. Bereits in der Bundesliga-Saison 1970/71 ging ein Tor zu Bruch – damals mit Gladbacher Beteiligung. Im Spiel gegen Werder Bremen versuchte Stürmer Herbert Laumen, einen Freistoß von Netzer zu erreichen. Doch anstatt die Kugel ins gegnerische Gehäuse zu befördern, war es Laumen, der sich im Netz verhedderte. Schon während seines Befreiungsversuches musste er mitansehen, wie der linke Pfosten nachgab. Schiedsrichter Gert Meuser blieb nichts anderes übrig, als die Partie in der 88. Minute abzubrechen.

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4. Gladbach-Fan im Freudentaumel – ja wohin läuft der denn?

So ein Spiel der „Fohlenelf“ kann einen ganz schön mitnehmen. Da ist es schon gut, wenn man genügend Freiraum hat, um seine Energie in Bewegung umsetzen zu können. Dieser Fan wäre für so manches Spiel eine echte Bereicherung – und passt zu kuriose Gladbach-Fakten. Im Video ab Minute 0:43

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5. Geisterspiel Gladbach vs. Köln

Wenn wir über Borussia Mönchengladbach reden, dann gehört auch das (leider) dazu. Das Coronavirus sorgte für das erste Geisterspiel in der Bundesliga. Ausgerechnet das traditionelle Rheinderby zwischen den „Fohlen“ und dem 1. FC Köln am 11. März 2020 musste vor leeren Rängen ausgetragen werden. Da fühlte sich auch der 2:1-Heimsieg der Borussia nicht wirklich wie ein Heimsieg an. Die Moral aus dieser Geschichte: Not macht erfinderisch! Wie SPORTFAILS berichtete, möchte das Fanprojekt Mönchengladbach dazu beitragen, dass es nach der Corona-Pause trotz Geisterspielen etwas „stimmungsvoller“ im Borussia-Park zugehen kann – dank Pappkameraden.

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Auch empFAILenswert: Hier findest du Fußballer als Schauspieler, darunter einen Ex-Gladbacher.

Aus Sicht von SPORTFAILS bleibt nur noch eine Frage offen: Wer ist der „Kopf“ der Gladbacher Mannschaft, der sich in unser Günter-Netzer-Bild geschmuggelt hat (unten links, rot eingekreist)? Sachdienliche Hinweise nimmt die Redaktion unter dem Artikel in den Kommentaren und auf Facebook entgegen. Danke!

Foto: imago images / WEREK

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